Gesegnet um ein Segen zu sein!

GLAUBE   

Das ist ein Beispiel der richtigen Verbindung von einfachem Glauben an das, was das WORT (Gott) sagt.

 

„Ich glaube, Gott wird mich heilen“; nein das ist kein Glaube. Das ist Hoffnung. Alles, was in die Zukunft weist oder sieht, ist Hoffnung und nicht Glaube.

Der Glaube sagt: „Es gehört mir, ich habe es jetzt.“ Hoffnung blickt auf die Zukunft: „Ich werde es irgendwann empfangen, irgendwann einmal.“ Solange du hoffst, wird es niemals zustande kommen, es wird niemals in Existenz treten. Aber von dem Augenblick an, wenn du anfängst zu glauben, wird es Realität.

Diese Lektion lernte ich vor vielen Jahren auf dem Krankenbett. Ich habe 16 lange Monate in meinem Bett gelegen. Ich war mein ganzes Leben krank gewesen, war niemals herumgelaufen und hatte als Kind nie mit anderen Kindern gespielt. Ich hatte keine normale Kindheit gehabtund mit 15 Jahren war ich dann schließlich völlig ans Bett gefesselt.

Fünf Ärzte, einer davon hatte in der berühmten Mayo-Klinik praktiziert, sagten mir, dass keiner in meinem Zustand – soweit die medizinische Wissenschaft wusste oder Berichte hatte – jemals älter als 16  wurde. Ich wurde kurz vor meinem 16. Geburtstag bettlägerig und blieb es, bis ich fast 17 Jahre alt war.

Ich habe die gleichen Tiefen durchlebt wie jeder andere auch. Dank sei Gott für all die guten Bücher, die es heute über dieses Thema gibt, aber damals gab es nicht allzu viele davon. Wenn es sie gab, wusste ich es nicht. Ich war eben nur ein Junge, der einer traditionellen Gemeinde angehörte und der in Großmutters Bibel las; aber Dank sei Gott, dass dieser Text in Ihrer alten Bibel genauso stand wie in der Übersetzung, die ich heute benutze.

Ich weinte und betete: „Lieber Gott, bitte heile mich.“ Ich flehte Ihn an, mich zu heilen; ich betete oftmals ganze Nächte hindurch. Wenn man 24 Stunden am Tag im Bett liegen muss, hat man viel Zeit zum Beten.

Ich betete endlose Stunden, Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat. Ich war wirklich von neuem geboren, aber nichts änderte sich.  Ich hatte gebetet und war mir sicher, dass Gott mich geheilt hatte; zumindest hatte ich das Gefühl. Ich meine nicht, dass ich es körperlich fühlte, aber ich hatte den Eindruck, dass Er mich gehört hätte.

Es ist kein körperliches Gefühl, wenn man meint, dass Gott gehört hat, aber ich spreche über eine Art Empfinden im Geist.

Ich hatte also dieses Empfinden, aber ich konnte auch mein Herz spüren. Es schlug nicht richtig, und meine Beine waren immer noch gelähmt; sie waren nur noch Haut und Knochen.

Dann fing ich an zu weinen und klagte: „Herr, ich dachte, Du würdest mich jetzt heilen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass Du es tun wolltest. Ich war so sicher, aber Du hast es trotzdem nicht getan.“

Ich konnte es nicht verstehen, und etwa einen Monat lang wollte ich nicht einmal mehr die  Bibel anschauen. Ich entschloss mich, das Ganze sein zu lassen, das es ja offensichtlich zu Nichts führte.

Ich ging geradewegs auf das Tor des Todes zu und war mitten im Todeskampf. Ich hielt mich am Kopfende des Bettes fest. Man konnte sehen, wo ich mich festhielt, während ich im Sterben lag, weil der Lack am Kopfende abgekratzt war. Ich kämpfte mit jeder Faser meines Seins gegen den Tod an. Dann kehrte ich wieder zu Gottes Wort zurück.

Da ich ein junger Man war, wollte ich unbedingt leben, und ich versuchte den Tod mit natürlichen Kräften zu bekämpfen. Ich konnte nicht sehen. Wo ich den Fehler machte, aber ich versuchte nach Gottes Wort zu handeln. Und tatsächlich: ich erzielte einige Ergebnisse und erholte mich von den Angriffen. Meine Heilung jedoch empfing ich nicht.

Endlich am zweiten Dienstag im August 1934, nachdem ich 16 Monate lang auf dem Krankenlager war, betete ich etwa um 8:30 Uhr morgens: Lieber Herr Jesus, als du hier auf Erden gewesen bist, hast Du in MARKUS 11, 24 gesagt:

„Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden! ` Ich wünsche mir so sehr, geheilt zu werden. Du hast gesagt: `wenn ihr betet´. Ich habe gebetet. Du hast gesagt: ´glaubet´. Lieber Herr Jesus, wenn Du jetzt hier im Fleisch an meinem Bett stehen würdest und ich Dich mit meinem leiblichen Augen sehen könnte, wenn ich meine Hand ausstrecken und Dich berühren könnte und Du dann zu mir sagen würdest: ´Mein Sohn, dein Problem ist, dass du nicht glaubst´, müsste ich dir sagen: ´Lieber Herr Jesus, Du lügst; ich glaube.´“

(Ich sagte das nicht arrogant, sondern sehr demütig.)

Nun spricht Jesus nicht äußerlich hörbar zu dir, wie du einen Menschen zu dir sprechen hörst. Er ist nicht im Fleisch hier, aber der Heilige Geist ist hier, und „der Heilige Geist wird nicht von Sich selbst reden, aber was Er hören wird, das wird er verkündigen“.

Und so hörte der Heilige Geist, was Jesus sagte, und sprach es dann zu meinem Geist. In meinem Inneren hörte ich diese Worte: „Ja, du glaubst richtig, soweit du es weißt.“ (Mann kann nicht übe seinen Inneren Erkenntnisstand hinaus glauben, das geht nicht. Darum versagen so viele.) „Du glaubst richtig,“ sagte Er, „soweit du darüber Erkenntnis hast, aber diese letzte Klausel ist in jener Schriftstellenenthalten - ´…so wird es euch zuteil werden.´ Es heißt: ´…glaubet, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden.“

Dann sah ich es, und es war so, als ob jemand ein Licht in meinem Inneren eingeschaltet hätte. Ich hatte es verstanden. Sofort rief ich: „Lieber Herr Jesus, ich sehe es: ich muss glauben, dass ich meine Heilung empfangen habe; ich muss glauben, dass ich Heilung für mein Herz empfangen habe, obwohl mein Herz noch nicht richtig schlägt; ich muss glauben, dass ich Heilung für meine Lähmung erhalten habe, obwohl ich aus natürlicher Sicht noch gelähmt bin; und wenn ich glaube, dass ich  es empfangen habe, dann habe ich es.“

Ich habe das noch niemals getan. Ich wollte immer zuerst empfangen und dann glauben. Doch dann braucht man nicht mehr zu glauben, dann weiß man es. Augenblicklich sah ich, was ich die ganze Zeit getan hatte; ich hatte all diese Monate gehofft, meine Heilung zu empfangen; und es ging nicht.

Du brauchst keine Gemeinde des Vollen Evangeliums, keine traditionellen Kirchen oder irgendjemanden sonst, um dir klarzumachen, wie du das tun sollst. Wenn du nur auf das Wort und den Heiligen Geist achtest, wirst du einige Dinge von selbst tun.

Ich konnte mich schon ein wenig bewegen; nur die untere Hälfte meines Körpers war unbeweglich. Ich konnte meine Hände bewegen. Niemand forderte mich auf, meine Hände zu erheben; ich kann dir auch nicht sagen, warum ich es tat, aber ich tat es. Ich erhob meine Hände, während ich dort auf meinem Rücken im Bett lag.

Ich erhob meine Hände zum Himmel und betete: „Himmlischer Vater, Lieber Herr Jesus, Dank sei Gott, ich bin geheilt! Ich glaube, dass ich geheilt bin!“ Jetzt hatte ich die richtige Zeitform benutzt. Jetzt hat es für mich gewirkt.

Glaube ist jetzt. Glaube ist jetzt. Glaube ist jetzt – Präsenz! Wenn es nicht Gegenwart ist, ist es kein Glaube. Jetzt empfange ich. Ich glaube, ich werde meine Heilung empfangen, ist kein Glaube, das ist keine Gegenwart.

„Danke für meine Heilung, lieber Herr Jesus“, sagte ich. „Ich glaube, dass mein Herz gesund ist; ich glaube, dass meine Lähmung geheilt ist! Ich danke dir für die Heilung meines Körpers!“

Ich achte nicht auf die Zeit, aber ich muss Ihn etwa zehn Minuten lang in dieser Stimmung dafür gepriesen haben, dass mein Herz gesund und mein Leib geheilt ist!

Aber Satan forderte mich fast augenblicklich heraus: „Jetzt bist du aber wirklich ein Heuchler! Du behautest, Christ zu sein, und fängst an zu lügen.“

Bei jeder anderen Gelegenheit würde der Teufel leugnen, dass es eine Hölle oder einen Feuersee gibt, doch nun fragte er: „Weißt du denn nicht, dass es in der Bibel heißt, dass alle Lügner ihren Teil haben sollen am See, der mit Feuer und Schwefel brennt?“

„Ja,“ sagte ich, „ich weiß das, Teufel.  Aber ich habe nicht gelogen.“ Ich wusste, dass der Teufel sprach, weil alles was Zweifel oder Entmutigung istvom Feind kommt.

Er erwiderte: „Doch! Das hast du. Du hast behauptet, du wärest geheilt  und bist es nicht. Fühle doch dein Herz!“

Ich war so daran gewöhnt, die ganze Zeit mein Herz zu fühlen, dass ich ganz unbewusst meine Hand hob, um es zu tun. Gleich klopfte ich mir auf die Finger und ermahnte mich selbst: „Tu es nicht, tu es nicht, tu es ja nicht.“

Sofort sagte ich: „Teufel, ich habe nichts darüber gesagt, wie ich mich fühle, sondern dass ich glaube, dass ich geheilt bin. Ich glaube, dass ich die Antwort auf mein Gebet erhalten habe, und wenn du das bestreitest, bist du ein Lügner. Im Übrigen bist du sowieso ein Lügner, weil das Jesus gesagt hat.“

Ich fuhr fort: „Jesus Christus, der Sohn Gottes, sagte, als Er auf der Erde war, in MARKUS 11,24: ´Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, dass ihr es empfangen habt, so wir es euch zuteil werden.´  Das sind Seine eigenen Worte, und die sind wahr; ich glaube Ihm. Und weil ich Ihm glaube, empfange ich meine Heilung. Und wenn du darüber streiten willst, geh und streite dich mit Jesus. Ich habe diese Behauptung ohnehin nicht aufgestellt – Er war es.“  Das brachte ihn zum Schweigen.

Ich lobte Gott weiter und dankte Ihm für die Antwort. Als ich wieder etwa zehn Minuten im Lobpreis zugebracht hatte, hörte ich in meinem Innern, in meinem Herzen, in meinem Geist: „Nun glaubst Du, dass du geheilt bist; aber jemand, der geheilt und gesund ist, hat nichts im Bett zu suchen.“

„Gut,“ sagte ich, „das ist richtig. Natürlich stimmt es Herr!  Ich werde aufstehen. Dank sei Gott, ich stehe jetzt auf.“

Du kannst sehen, dass ich wirklich glaubte. Lebendiger Glaube ist besitzergreifend. Glaube ist, den Schritt vorwärts zu wagen und du musst diesen Schritt tun.

Es ging mir nicht besser, ich fühlte mich nicht besserund wegen meiner Lähmung hatte ich kein Gefühl von meiner Hüfte abwärts.

Ich setzte mich im Bett auf, nahm meine Hände und schob meine Beine aus dem Bett. Dann schwang ich meinen Körper herum, und meine Füße fielen auf den Boden wie ein Paar Holzklötze.

Ich sah, dass sie dort unten waren, aber ich konnte sie nicht fühlen.

Der Teufel kämpfte mit mir um jeden Zentimeter des Weges. Negative Gedanken kamen wie aus der Pistole geschossen in meinen Sinn: „Du kannst nicht gehen; du weißt doch, das du nicht kannst. Du bist nicht geheilt und du weißt das ganz genau! Du belügst dich selbst,du wirst zu Boden fallen und hier liegen müssen. Erinnerst du dich nicht, es ist noch keine 30 Tage her, seit du aus dem Bett gefallen bist und 45 Minuten dort gelegen hast, bis dich dein ältester Bruder aufgehoben hat?

Deine Großmutter ist alt, und deine Mutter ist kränklich; sie können dich nicht aufheben. (Ich wog 89 Pfund und war ebenso groß wie jetzt.)  Keiner der Nachbarn ist zu Hause, dein Bruder ist nach Oklahoma gefahren, und du wirst auf dem Boden liegen müssen, bis dein Opa um 17:00 Uhr von der Arbeit kommt, und dann erst kommst du wieder in dein Bett.“

Man wird mit dem Teufel am besten fertig, wenn man ihn völlig ignoriert.

Also ignorierte ich ihn, indem ich einfach so tat, als ob er nichts gesagt hätte. Ich fand Halt am Bettpfosten, aber meine Knie wollten diesen Dienst nicht tun; so sank ich zu Boden.

So gut ich konnte, klammerte ich mich an den Pfosten, erhob eine Hand ein klein wenig und sagte: „Dank sei Gott, ich bin geheilt. Ich möchte in der Gegenwart des allmächtigen Gottes und des Herrn Jesus Christus und der Engel des Himmels, in der Gegenwart des Teufels und der bösen Geister erklären, dass das Wort Gottes wahr ist_ und ich glaube, dass ich geheilt bin. Ich glaube es!“

Der ganze Raum begann sich vor meinen Augen zu drehen, weil ich 16 Monate lang gelegen hatte; der Fußboden war, wo die Decke hätte sein sollen. Ich konnte die Kommode auf mich zukommen sehen, und alles drehte sich. Ich schloss meine Augen und hielt mich am Pfosten fest.

Nach einigen Minuten ging es mir besser. Ich öffnete meine Augen und alles war an seinem Platz. Ich sagte noch einmal: „Dank sei Gott, gemäß dem Wort Gottes bin ich geheilt. Ich glaube das. „Ich fühlte etwas. Tatsächlich – es kam ein Gefühl in meine Glieder. Es fing am Kopf an und lief an mir hinunter, wie wenn man Öl oder ähnliches über dem Kopf eines Menschen ausgießt.

Es lief an mir hinunter, und als es über meine Hüften nach unten floss, kam wieder Gefühl in meine Beine bis zu den Zehenspitzen. Jeder Nerv in meinen Gliedern war wieder aktiviert worden, und es war, als ob zwei Millionen Nadeln in meinen Beinen steckten.

Dann fühlte ich mich plötzlich ganz normal. Meine Lähmung war völlig verschwunden. Ich beschloss: „Ich werde jetzt gehen“ und ich tat es.

 

Seit dem kann ich wieder gehen.